Und, welches Spiel? (Taken with Instagram at Ad & Breakfast)
Herrentorte! (Taken with Instagram at Düsseldorf Unterbilk)
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Die Set-top Box in der Wolke.
Die ganze Welt spekuliert wann, wie und vor allem womit Apple den TV-Gerätemarkt aufmischen wird. Was wird es sein? Ein iPad, das via AirPlay TV-Content auf dem Fernseher ausspielt. Ein aufgebohrtes Apple TV? Oder sogar ein Fernseher selbst? Und welche Funktionalität wird so ein Apple Gerät inne haben? Live TV, EPG, Festplattenrekorder (DVR), Video on Demand (VoD), Apps, Spiele oder User Generated Content?
Das Problem.
Steve Jobs hat das Problem auf der D8 von All Things D in seiner Antwort auf eine Frage aus dem Publikum sehr gut zusammengefasst: Solange man von seinem Kabel-, Satelliten- oder IPTV-Anbieter eine Set-top Box kostenlos dazu bekommt, werden Anwender nur ungern für ein weiteres Gerät bezahlen. Hinzu kommen technische Hürden, da mehrere Boxen mit dem TV verbunden werden müssen, was wiederum mehrere Fernbedienungen und verschiedenste User Interfaces nach sich zieht.
Der Mensch.
Ein weiteres Problem stellt der Fernsehzuschauer selbst dar. Die Mehrheit würde Amok laufen, wenn das Apple Fernsehgerät der Zukunft nicht das gewohnte, lineare Programm anbieten würde. Ich selbst schaue fast gar kein Live TV mehr und wenn dann nur aus der Konserve oder als Video on Demand auf Apples iTunes, Sonys PlayStation Store oder auf dem Entertain von der Telekom. Aber dieses Experiment, durchgeführt von Hill Holliday, gibt Einblick in die Abgründe die sich auf tun, wenn Menschen ihres Fernsehgerätes bzw. ihrer Set-top Box beraubt werden.
Nach meiner Einschätzung wiegt das menschliche Problem, in der gewohnten Art und Weise Fernsehen zu gucken, am schwersten und wird nochmals durch die technischen Hürden und heterogenen Interfaces potenziert.
Die Wolke.
Die Wolke soll es richten? Nur wie? Live TV, EPG, Festplattenrekorder, Video on Demand, Apps, Spiele und User Generated Content sind doch schon in der Wolke? Ja und nein. Ja, alle diese Dienste sind in der Wolke — aber nein: noch nicht unter einem Dach. Und: Erst wenn die komplette Funktionalität einer Set-top Box aus der Wolke kommt, können sich deren Probleme in Luft auflösen. Folglich ist die Lösung eine Set-top Box, die bei Apple im Rechenzentrum steht und nicht bei mir Zuhause. Komplett mit all ihren Innereien, wie Festplatte, Satelliten- und Kabel-Tuner, CAM-Module, SmartCard, etc.
Denn dann kann ich
- Live-TV gucken,
- die Pausetaste drücken,
- eine appetitliches EPG bedienen,
- Aufnahmen machen,
- die in der Wolke gespeichert
- und auf allen iGeräten abgespielt werden können,
- habe Video on Demand aus dem iTunes Store,
- sowie Netflix (wenn die mal über den Teich kommen)
- und vielleicht Lovefilms,
- viele bunte iOS Apps,
- genauso wie iOS Spiele,
- UGC, wie YouTube, Vimeo und Flickr
- und eine multimodale Fernbedienung auf dem iPhone oder iPad.
Das ganze lässt sich so einfach bedienen, wie das aktuelle Apple TV 2 und kommt in einem schicken Apple Cinema Display- oder iMac-Design daher. Rein gehen nur zwei Kabel: Strom und ein Ethernet-Kabel. Oder, wenn AirPort an Bord ist, sogar nur Strom.
Der Preis.
Für so eine User Experience würden Anwender Geld bezahlen. Viel Geld. Der bewiesene Halo-Effekt von iPhone, iPad, MacBook Air, iTunes und demnächst iCloud wird das Konsumenten-Portemonnaie weit auf machen. Und Apple wird eine weitere Branche aufmischen – oder wie ich es formulieren würde – aufreiben.








